Informationen zu unseren aktuellen Projekten:






Foto: Bremer Investitions-Gesellschaft mbH, BIG

Zero Emission Park ist ein erstmalig in Deutschland durchgeführtes Modellprojekt zur Entwicklung nachhaltiger Industrie- und Gewerbegebiete. An drei Industrie-Standorten unterschiedlicher Bundesländer in Bottrop (NRW), Bremen und Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz) wurden in den Industriegebieten ein Entwicklungsprozess unter Berücksichtigung nachhaltiger - ökologischer, ökonomischer und sozialer - Kriterien eingeleitet.
Zero Emission Park bedient sich dabei eines methodischen Vorgehensmodells zur Entwicklung von Industrie- und Gewerbegebieten hin zu nachhaltigen Industriestandorten, deren wirtschaftliche Tätigkeit so ausgerichtet ist, dass keine schädlichen Nebenwirkungen für die Stadt, Region, die Umwelt und die Menschen entstehen. Dieses Modell bezieht sich daher auf eine Kombination von planerischen, organisatorischen, technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Maßnahmen in Industriegebieten, die gemeinsam zum Ziel eines Zero Emission Parks führen.






Foto: Amt für Wirtschaftsförderung und Immobilienmanagement, Bottrop

Der Entwicklungsprozess greift die aktuellen Herausforderungen einer modernen Stadtentwicklungspolitik auf und umfasst daher die Schwerpunkte: Energie, Verkehr, Mobilität, Gebäudestrukturen, Flächenmanagement, Sozialstrukturen sowie infrastrukturelle und städtebauliche Anforderungen für Industrie- und Gewerbegebiete und deren Integration in die Stadtentwicklung. Zero Emission bedeutet hier, die "schädliche Nebenwirkungen" des Wirtschaftens an Industriestandorten zu vermeiden und vor allem den CO2-Ausstoß durch kontinuierliche Verbesserungsmaßnahmen möglichst auf "Null" zu senken, zum Wohl für Mensch, Gesellschaft und Natur, gerade im Blick auf den Klimawandel.
Das Modellprojekt wurde in der Zeit vom 1.1.2008 bis 31.12.2009 durchgeführt. Fünf Hochschulen und zwei Planungsbüros stellten sich unter Berücksichtigung eines generalisierten Projektablaufes der Forschungsfrage: "Wie lassen sich die schädlichen Nebenwirkungen von Industriegebieten auf ‚null' reduzieren"?






Foto: WFK, Wirtschaftsförderungsgesellschaft Stadt und Landkreis mbH Kaiserslautern

Exemplarisch untersuchten sie die Potentiale für die nachhaltige Neuausrichtung der Standorte in Bremen, Bottrop und Kaiserslautern, um daraus allgemeingültige Empfehlungen für eine erfolgreiche Umsetzung des Zero Emission-Ziels abzuleiten. Im Fokus standen die sehr unterschiedlichen, bestehenden Industriegebiete, die sich deutlich in Größe, Besiedelung, Gebäudebestand, Alter, Branchenstruktur, Zahl der Betriebe und Mitarbeiter aber vor allem auch durch die Lage in der entsprechenden Region unterscheiden.
Im Rahmen der interdisziplinären Handlungsfelder des Modellprojektes (Forschungsverbundmanagement, Städtebauliche Planung, Verkehrsplanung, Stoffstrommanagement, Nachhaltigkeitsmanagement, Datenkommunikation und Netzwerk sowie flexible Kinderbetreuung) wurden die Industriegebiete einer eingehenden Analyse unterzogen, die erstmals die Potentiale ermittelt, bewertet und im Hinblick auf die Ziele einer ressourcenschonenden Quartiersentwicklung mögliche Optimierungs-Maßnahmen ableitet.


Zu den Ergebnissen des Modellprojekts



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Zero Emission Park wurde gefördert vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) und vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Zero Emission Park wurde als Modellvorhaben eingebettet in das Forschungsprogramm Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt) des BBSR sowie in das Forschungsprojekt Nationale Stadtentwicklungspolitik des BMVBS.

Konzept, Projektleitung und Forschungsverbundmanagement:
Veronika Wolf, Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Technische Universität Kaiserslautern und Carl von Ossietzky Universität, Oldenburg, Projektbüro Remscheid, 02191 61664

Zuwendungsempfänger: Technische Universität Kaiserslautern
Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftspolitik und internationale Wirtschaftsbeziehungen, Professor Dr. Michael von Hauff Gottlieb-Daimler-Straße, Geb. 42/Raum 406, 67663 Kaiserslautern